
Kulturentwicklung bei WIKA: Die gelebte Kultur weltweit erheben
Wie die WIKA-Gruppe ihre Unternehmenskultur mit Blick auf die Strategie 2030 in allen Regionen erhoben hat: mit Befragung, Interviews und dem Systemischen Kulturkompass.

- Gestaltungsfelder
- Kulturentwicklung, Organisationsentwicklung
- Thema
- Kultur & Veränderung
- Leistungen
- 3 beteiligte Leistungen
- Grundlage
- Projektdokumentation
Der Weg im Überblick
01Auftrag
Kultur und Strategie gemeinsam betrachten
02Vorbereitung
Die Regionen von Beginn an einbeziehen
03Befragung
Heutige und gewünschte Kultur erfassen
04Interviews
Die Ergebnisse vertiefen
05Weitere Schritte
Soll-Kultur und Werte ableiten
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG mit Sitz in Klingenberg stellt Druck- und Temperaturmesstechnik sowie Kalibriertechnik her und ist mit Gesellschaften in mehreren Weltregionen vertreten. Mit der Geschäftsstrategie 2030 hatte das Unternehmen seine Ziele für die kommenden Jahre festgelegt. Ob sie erreicht werden, hängt auch davon ab, wie im Alltag entschieden, zusammengearbeitet und mit Neuem umgegangen wird. 2022 begann deshalb ein Prozess zur Kulturentwicklung, der auch die Innovationsfähigkeit stärken soll. transformis, damals noch unter dem Namen Sedlák & Partner, begleitete ihn.
Auftrag: Kultur und Strategie gemeinsam betrachten
Am Anfang stand eine weltweite Kulturerhebung. Sie sollte zwei Fragen beantworten: Wie wird die heutige Kultur in den einzelnen Regionen erlebt? Und welche Anforderungen stellt die Strategie an eine künftige Kultur? Eine Kultur gilt dabei nicht als gut oder schlecht. Entscheidend ist, ob sie zu Strategie und Unternehmenszielen passt, und welche Muster die angestrebte Entwicklung fördern oder hemmen.
Vorbereitung: Die Regionen von Beginn an einbeziehen
Kick-off-Veranstaltungen in Klingenberg, in den deutschen Gesellschaften und in den Regionen schufen ein gemeinsames Verständnis für Hintergrund und Ziel der Erhebung. Kernteams mit Vertreterinnen und Vertretern der Regionen brachten Besonderheiten ein, etwa die Geschichte eines Standorts oder seine Rolle in der Gruppe. Eine Programmsteuerung koordinierte den Prozess.
Die Auswertung war für die Gesamtgruppe, für vier Regionen (Klingenberg und deutsche Gesellschaften, EMEA/Indien/Polen, Americas, APAC) und für einzelne Abteilungen angelegt.
Befragung: Heutige und gewünschte Kultur erfassen
Grundlage der Online-Befragung war der Systemische Kulturkompass. Er unterscheidet vier Logiken der Unternehmenskultur: Kollaborieren, Kreieren, Konkurrieren und Kontrollieren. Erfragt wurde, wie die Kultur heute wahrgenommen wird und welche Kultur für den künftigen Erfolg als förderlich gilt. Die Beantwortung dauerte etwa zehn Minuten.
In Klingenberg und den deutschen Gesellschaften waren alle Mitarbeitenden eingeladen. Weil die Befragung zunächst nur auf Deutsch und Englisch stattfand, nahmen in den übrigen Regionen die Führungsebenen eins bis drei teil. Die Befragung lief zwischen Mai und Juni 2022, je Region zeitlich versetzt. Die Daten wurden anonymisiert ausgewertet.
Interviews: Die Ergebnisse vertiefen
Qualitative Einzelinterviews ergänzten die Befragung. Die Programmsteuerung wählte die Gesprächspartner gemeinsam mit den Kernteams aus: aus verschiedenen Bereichen und Ebenen, mit und ohne Führungsverantwortung, mit langer und kurzer Betriebszugehörigkeit. Die Interviews sollten Zwischentöne aufnehmen, Widersprüche erklären und Erfolgs- und Risikofaktoren konkretisieren.
Den Prozess für alle nachvollziehbar machen
Eine eigene Website auf Deutsch und Englisch begleitete die Erhebung. Sie erklärte Ziele und Ablauf, beantwortete häufige Fragen und gab Hintergrund zum Verständnis von Unternehmenskultur und zum Systemischen Kulturkompass, unter anderem mit einem Erklärvideo. Interviews mit der Geschäftsführung und mit Robert A. Sedlák zur Innovationskultur ordneten den Prozess ein. Mitarbeitende konnten über die Seite Fragen und Anmerkungen einreichen.
Weitere Schritte: Soll-Kultur und Werte ableiten
Für die Zeit nach der Erhebung war vorgesehen, die Ergebnisse allen Mitarbeitenden vorzustellen. Auf dieser Grundlage und auf Basis der Unternehmensstrategie sollten vor allem Führungsteams die Anforderungen an eine Soll-Kultur erarbeiten, die das Management Board verabschiedet. Daraus sollten Unternehmenswerte und Handlungsfelder für die WIKA-Gruppe entstehen, gemeinsam mit den Kernteams der Regionen.
Die Frage für Ihre Organisation
Passt die gelebte Kultur noch zu dem, was Ihre Strategie verlangt? Und wissen Sie, wie sie in verschiedenen Standorten, Ländern und Bereichen erlebt wird? Der Fall zeigt, wie sich diese Fragen mit einer Kombination aus Befragung, Interviews und früher Beteiligung der Regionen bearbeiten lassen.
Was die Projektdokumentation berichtet
- Weltweite Kulturerhebung 2022 in vier Regionen: Online-Befragung auf Basis des Systemischen Kulturkompasses, vertieft durch qualitative Einzelinterviews.
- Befragung und Interviews in allen Regionen abgeschlossen; die Geschäftsführung kündigte an, die Ergebnisse im Managementteam und mit den regionalen Kernteams auszuwerten.
- Eine zweisprachige Website begleitete die Erhebung mit Zielen, Ablauf, Hintergrund und Antworten auf häufige Fragen.
Die Darstellung beruht auf der Referenzübersicht von transformis und auf der Website, mit der WIKA die Kulturerhebung 2022 und 2023 begleitet hat. Sie beschreibt Anlass, Aufbau und Durchführung der Erhebung. Inhaltliche Ergebnisse, die erarbeitete Soll-Kultur und spätere Wirkungen sind dort nicht dokumentiert und werden hier nicht behauptet.
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