
Fachartikel
Führungssysteme: Wie Entscheidungen gemeinsam tragfähig werden
Führungsrollen, Expertise und Zielkonflikte als zusammenhängende Organisationsaufgabe.
Mehr lesenDie strategische Richtung ist beschrieben. Im Alltag wirken jedoch Gewohnheiten und Erwartungen, die notwendige Entwicklung erschweren.


Historisch erfolgreiche Denk- und Handlungsmuster verhindern notwendige Entwicklung. Strategie und gelebter Alltag fallen zunehmend auseinander.
Welche Verhaltensmuster wiederholen sich trotz neuer Ziele?
Was gilt im Alltag als anerkannt, riskant oder unaussprechlich?
Wie wirken Führung, Entscheidungen und Zusammenarbeit auf diese Muster?
Unternehmenskultur umfasst geteilte Grundüberzeugungen, Erwartungen sowie Kommunikations- und Verhaltensmuster. Sie zeigt sich beispielsweise daran, wie mit Fehlern, abweichenden Meinungen oder Verantwortung umgegangen wird. Die Analyse bezieht diese Beobachtungen auf die Strategie und die Aufgaben der Organisation.
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„Kultur entsteht nicht durch Entscheidungen, sondern durch gelebte Praxis. Sie zeigt sich nicht in Leitbildern, sondern im täglichen Handeln.“
Laura Wruck
Leitung Kompetenzteam Werte und Unternehmenskultur | Senior Project Manager | Wirtschaftsmediatorin
Kultur lässt sich im transformis-Verständnis indirekt beeinflussen: über die Bedingungen, unter denen Menschen entscheiden und zusammenarbeiten. Kulturanalyse, Zielbild und geeignete Interventionen werden deshalb zusammen gedacht. Relevant ist, an welchen konkreten Führungs- und Arbeitsroutinen eine Veränderung für die Beteiligten erkennbar werden soll.
Welche Rückmeldung löst eine abweichende Meinung aus? Wie wird auf einen Fehler reagiert? Wer kann ein schwieriges Thema ansprechen? Konkrete Situationen machen gelebte Regeln verständlich. Sie werden mit der strategischen Entwicklung verglichen, die das Unternehmen anstrebt.
Neue Werteformulierungen können Orientierung geben. Ihre Wirkung hängt davon ab, wie Führung, Entscheidungen und Zusammenarbeit erlebt werden. Daraus werden passende Veränderungen an Routinen und Erwartungen abgeleitet und im weiteren Verlauf reflektiert.
Kultur zeigt sich in wiederkehrenden Erwartungen und konkretem Handeln. Wenn ein neues Ziel nicht im Alltag ankommt, wird eine typische Situation ausgewählt: ein schwieriger Beschluss, eine Rückmeldung zu einem Fehler oder ein Konflikt zwischen Bereichen. Die Beteiligten beschreiben, welches Verhalten dort erwartet, belohnt oder vermieden wird. Führung prüft, welche Strukturen und Mandate diese Regel stützen.
Aus der Diagnose entsteht eine andere Praxis, die erprobt und gemeinsam ausgewertet werden kann. Die Cultribute-Analyse kann zusätzliche Perspektiven sichtbar machen. Ein neues Werteplakat ist erst dann relevant, wenn sich in solchen Situationen eine andere Erfahrung zeigt. Die Wirkung muss am tatsächlichen Zusammenarbeiten beobachtet werden.
Aus kultureller Blockade wird Entwicklungsfähigkeit. Aus Widersprüchen wird Klarheit. Aus Identität wird Zukunftskraft.
Entdecken Sie Einblicke in unsere Arbeit und erhalten Sie Impulse für Ihre Transformation.

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Mehr lesenNein. Veränderbar sind die Bedingungen, unter denen Menschen entscheiden und zusammenarbeiten. Robert A. Sedlák, Gründer und CEO von transformis, formuliert es so: „Die Kultur trägt maßgeblich zur Identität eines Unternehmens bei und kann nicht auf Knopfdruck oder per Beschluss verändert werden.“ Kulturanalyse, Zielbild und geeignete Interventionen werden deshalb zusammen gedacht.
Mit konkreten wiederkehrenden Situationen und den Erwartungen, die darin wirken: ein schwieriger Beschluss, eine Rückmeldung zu einem Fehler oder ein Konflikt zwischen Bereichen. Die Beteiligten beschreiben, welches Verhalten dort erwartet, belohnt oder vermieden wird. Diese Beobachtungen werden auf die Strategie und die Aufgaben der Organisation bezogen; die Cultribute-Analyse kann zusätzliche Perspektiven sichtbar machen.
Sie prüft, welche Strukturen und Mandate die gelebte Regel stützen, klärt Mandate und verändert Routinen, die das bisherige Verhalten tragen. Neue Werteformulierungen können Orientierung geben; ihre Wirkung hängt davon ab, wie Führung, Entscheidungen und Zusammenarbeit erlebt werden. Daraus werden Veränderungen an Routinen und Erwartungen abgeleitet und im weiteren Verlauf reflektiert.
An anderen Entscheidungen und Erfahrungen im Arbeitsalltag. Aus der Diagnose entsteht eine andere Praxis, die erprobt und gemeinsam ausgewertet wird. Ein neues Werteplakat ist erst dann relevant, wenn sich in den ausgewählten Situationen eine andere Erfahrung zeigt. Die Wirkung muss am tatsächlichen Zusammenarbeiten beobachtet werden, nicht an Leitbildern.
Die Studienreihe „Global Innovation 1000“ von Booz & Company (2004 bis 2011), die transformis im Whitepaper „New Work“ (2021) auswertet, kam zu dem Ergebnis, dass Kultur unabhängig von der Innovationsstrategie ein Schlüsselfaktor für den Innovationserfolg ist. Unternehmen, deren Innovationsstrategie durch die Kultur gestützt wurde, verzeichneten über fünf Jahre 33 Prozent mehr Unternehmenswert und 17 Prozent Gewinnwachstum.
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Leitung Kompetenzteam Werte und Unternehmenskultur | Senior Project Manager | Wirtschaftsmediatorin

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