Zum Inhalt springen

Seitz

Das Autohaus Seitz mit Sitz in Kempten ist im Allgäu eine feste Größe: Seit 90 Jahren wird es als er­folg­reiches Familien­unter­nehmen ge­führt.

Berater von transformis spricht vor dem Plenum eines Workshops
Publikation vom 2. August 2019

Walter Seitz GmbH + Co. KG

Das Autohaus Seitz mit Sitz in Kempten ist im Allgäu eine feste Größe: Seit 90 Jahren wird es als er­folg­reiches Familien­unter­nehmen ge­führt. Heute verfügt die Seitz-Gruppe über 21 Nieder­lassungen an zwölf Stand­orten in der Region und be­schäftigt knapp 1.000 Mit­arbeiter. Mit den Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Porsche zählt Seitz zu den größten Ver­trags­händlern im süd­deutschen Raum.

Branche:

Automobile

Umsatz:

350 Mio. Euro

Mitarbeiter:

1.050

Ausgangssituation

Nach 40 Jahren an der Spitze des Un­ter­neh­mens war Seniorchef Jörg Seitz bereit, die Ge­schäfts­führung an die nächste Ge­ne­ra­tion weiter­zu­geben. Sein Nac­hfolger stand mit Schwie­ger­sohn Martin Osterberger-Seitz bereits fest. Dieser war schon seit neun Jahren im Ver­trieb des Unter­nehmens tätig und ver­ant­wortete seit zwei Jahren ge­mein­sam mit dem kauf­männischen Ge­schäfts­führer Bernd Czolkos weite Teile des operativen Tages­ge­schäfts.

Trotz der Ent­schlossen­heit aller Be­tei­lig­ten, den Ge­ne­ra­tions­wech­sel zu voll­ziehen, herrschte Un­klar­heit über das „Wie“ – und so geriet der Pro­zess immer wieder ins Stocken. Unter­schied­liche Er­wartungs­hal­tungen, un­klare Zu­ständig­keiten und nicht zu­letzt per­sön­liche Be­find­lich­keiten inner­halb der Un­ter­nehmer­familie und des Ge­sell­schafter­kreises er­zeugten schwelende Kon­fli­kte. Die daraus re­sul­tie­rende Lähmung und Ent­­schei­dungs­­un­­fähig­­keit im Un­ter­nehmen blieb auch den Stake­holdern nicht ver­borgen: Nicht nur unter den Mit­arbeitern, sondern auch bei Kunden und Her­stellern sorgte die wahr­nehm­bare Un­klar­heit für Un­sicher­heiten und kritische Rück­mel­dungen.

Hinzu kam der wachsende Druck inner­halb der Auto­mobil­branche. Allen Be­teilig­ten war klar, dass an­ge­sichts dessen auch die Un­ter­neh­mens­stra­te­gie und -kultur einer Über­prüf­ung und Neu­ent­wick­lung be­durften. Mit dem Ziel, den Pro­zess des Ge­nerations­wechsels strukturiert zu ge­stal­ten und das Un­ter­nehmen zu­kunfts­fähig auf­zu­stellen, wurde transformis® ins Boot geholt.

Die Über­­gabe der Ge­­schäfts­­führ­­ung an meinen Schwie­ger­­sohn hatte uns zwar schon ge­­raume Zeit be­­schäf­tigt, wir kamen aber über einen be­­stimm­ten Punkt nicht hinaus.

Jörg Seitz, Aufsichtsratsvorsitzender

Maßnahmen

Um bestehende Konflikte und Blockaden aufzulösen, galt es für transformis® zunächst, die unterschiedlichen In­ter­es­sen, Wer­te und Ziel­setz­ungen innerhalb der Un­ter­neh­mer­familie und des Ge­sell­schaf­ter­kreises offen­zu­legen. Hierbei wurde den neben der Sach­ebene auch die Sozial­ebene ein­be­zogen – ein Vor­gehen, das bei Familien­unter­neh­men ent­scheidend ist, da die Be­tei­lig­ten hier neben dem System Familie auch das System Familie managen müssen, in denen sie sich oft völlig unter­schied­lichen, teil­weise wider­sprüch­lichen Er­war­tungen aus­ge­setzt sehen. Im Rahmen einer in­di­vi­du­ellen Über­gabe­architektur er­arbeitete transformis® an­schließ­end ge­mein­sam mit der Un­ter­neh­mer­familie und dem Ge­sell­schaf­ter­kreis eine klare Stra­te­gie sowie ein schlüssiges und ge­mein­sam ge­tra­ge­nes Zu­kunfts­bild. Generationswechsel

Interviews mit Jörg Seitz und Martin Osterberger-Seitz sowie mit Füh­rungs­kräf­ten der Un­ter­neh­mens­gruppe und Fa­mi­li­en­mit­gliedern ver­schaff­ten transformis® einen Über­blick über die Ist-Situation. So ge­lang es, die un­ter­schied­lichen Wahr­neh­mungen und Wünsche sei­tens des Senior- und Junior­chefs, aber auch die viel­fäl­ti­gen Er­war­tungs­hal­tung­en der Mit­ar­bei­ter und der Fa­mi­lie klar zu be­nen­nen.

Um wieder Hand­lungs­fähig­keit her­zu­stellen, wurde a­nschließ­end im Zuge des Be­ra­tungs­pro­zess­es die Roll­en­ver­tei­lung zwischen den Familienmitgliedern und den Ge­schäfts­führern neu de­fi­niert und eine Über­gangs­struk­tur in der Ge­schäfts­führung fest­ge­legt, die auch von den ex­ter­nen Stake­holdern an­er­kannt wurde. Strategieprozess

Im Zuge der In­ter­views stell­te sich heraus, dass unter den Be­frag­ten kein klares Zu­kunfts­bild für die Un­ter­neh­mens­gruppe er­kenn­bar war – eine Tat­sache, die an­ge­sichts der ak­tu­el­len grund­le­gen­den Ver­än­der­ungen in der Branche als pro­ble­ma­tisch ein­ge­schätzt werden musste. Nach der Aus­wer­tung aller ge­ne­rier­ten Daten durch transformis® wurde des­halb ein Stra­te­gie­pro­zess ein­ge­lei­tet, an dem so­wohl Jörg Seitz und Martin Osterberger-Seitz als auch Schlüssel­spieler des Un­ter­neh­mens sowie Fa­mi­li­en­mit­glie­der be­teil­igt waren.

Im Rahmen von Wor­kshops mit den Schlüssel­spielern des Un­ter­neh­mens wurden die stra­teg­ischen Her­aus­for­der­ungen auf­ge­deckt und ver­schie­de­ne Stra­te­gie­op­tion­en ent­wick­elt. Dabei setzte transformis® auf System­in­tel­li­genz: Un­ter­nehmens­in­ter­nes und -ex­ter­nes Wissen, Er­fah­rung­en sowie Ein­schätz­ungen wurden im Rahmen von Work­shops und Vor­trägen so ver­netzt, dass völlig neue Er­kennt­nis­se ent­steh­en konnten.

transformis® hat es sehr gut hin­be­kommen, die emo­tion­ale familiäre Ebene von der pro­­fes­sio­n­el­len un­ter­­neh­me­r­isch­en Ebene zu trennen. Auf diese Weise konnten wir dis­ku­tie­ren, wie wir neue Wege ent­wickeln, Rollen um­ver­teilen und Auf­gaben ändern, um ge­wachsene Auf­stel­lun­gen mit un­ge­sunden Struk­turen zu ändern.

Martin Osterberger-Seitz, Sprecher der Geschäftsführung

Ergebnis

Dank der Un­ter­stütz­ung von transformis® ver­fügt die Seitz-Gruppe heute über eine klare stra­te­gische Po­si­tio­nie­rung so­wie ein at­trak­ti­ves und trag­fäh­ig­es Zu­kunfts­bild, das von allen ent­schei­den­den Mit­ar­bei­tern ge­tra­gen wird und des­halb gut und zu­ver­lässig um­ge­setzt werden kann. Zwei Jahre nach dem Start­schuss des Pro­zesses über­gab Jörg Seitz die Führung des Fa­mi­li­en­un­ter­nehmens im Rahmen einer Fir­men­ver­an­stal­tung offiziell an seinen Schwieger­sohn Martin Osterberger-Seitz und an Bernd Czolkos. Auch Jörg Seitz hat sich nicht ganz in den Ruhe­stand ver­ab­schiedet: Er bleibt als Vor­sitz­ender des neu gegründeten Auf­sichts­rats der Seitz-Gruppe ver­bun­den. Diese setzte in­zwischen mit der On­line-Platt­form CarFellows ein klares Zeichen, dass der Weg in eine er­folg­reiche Zu­kunft vom Autohaus Seitz nicht nur auf dem Papier, son­dern ganz real be­stritten wird. Die Online-Plattform entdecken

Kostenlose Broschüre herunterladen

Dieser Beitrag gibt den Stand seiner Veröffentlichung wieder. Zeitbezogene Aussagen, Veranstaltungen und damalige Rollen sind in diesem Kontext zu lesen.

Weiterführende Verweise aus dem Beitrag

Lassen Sie uns persönlich sprechen

Welche Entwicklung steht in Ihrem Unternehmen an? Lassen Sie uns über Ihren Auftrag und passende nächste Schritte sprechen.

Ihr Erstgespräch

Sprechen wir über Ihre Situation und das, was Sie in Ihrer Organisation weiterentwickeln möchten.

  • Ihre Ausgangslage
  • Ihr Beratungsanlass
  • Passende nächste Schritte
Erstgespräch vereinbaren