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Organisation in der Transformation

Post-Merger Integration

Nach einer Fusion ein gemeinsames Zukunftsbild, tragfähige Entscheidungswege und eine arbeitsfähige Organisation entwickeln.

Post-Merger Integration
  • Siemens
  • Porsche
  • Bayer
  • BASF
  • Henkel
  • Sony
  • Metro Group
  • McDonald’s
  • E.ON
  • Dräger
  • Sennheiser
  • Schüco
  • WIKA
  • Currenta

Eine Fusion verbindet Unternehmen mit unterschiedlichen Geschichten, Erwartungen und Routinen. Post-Merger Integration klärt, welche gemeinsame Organisation daraus entstehen soll und was dafür zusammengeführt werden muss. Der Ausgangspunkt ist die strategische Absicht der Verbindung.

Was Sie am Ende in der Hand haben

  • Gemeinsames Zukunftsbild für die neue Organisation
  • Geklärte Integrations- und Nichtintegrationsentscheidungen
  • Verständigte Rollen, Funktionen und nächste Umsetzungsschritte

So gehen wir vor

  1. 01

    Zukunftsbild klären

    Strategische Aufgabe und Führungsbild des neuen Dritten erarbeiten.

  2. 02

    Integration entwerfen

    Organisation, Rollen und Beteiligung am Zukunftsbild ausrichten.

  3. 03

    Praxis beobachten

    Routinen, Loyalitäten und Zusammenarbeit mit Schlüsselspielern prüfen.

  4. 04

    Weiterentwickeln

    Formale Entscheidungen und gelebte Integration aufeinander abstimmen.

Ein gemeinsames Zukunftsbild schaffen

Das neue Unternehmen braucht eine verständliche geschäftliche Identität. Die Beteiligten klären, welchen Nutzen die Verbindung schaffen soll und welche Unterschiede aus den bisherigen Unternehmen dafür relevant bleiben.

Integration bewusst entscheiden

Ein gemeinsames Zukunftsbild hilft bei der Abwägung: Was wird vereinheitlicht, was bleibt eigenständig? Funktionen, Rollen und Entscheidungswege werden daran ausgerichtet. Die Umsetzung macht sichtbar, welche Erwartungen miteinander vereinbar sind und wo eine Entscheidung nötig ist.

Eine Fusion wird erst im Alltag wirksam, wenn aus zwei Altsystemen ein gemeinsames neues Drittes entsteht.

Kultur in der Zusammenarbeit entwickeln

Kultur entsteht im Alltag der neuen Organisation: in Prozessen, Entscheidungen und dem Umgang mit unterschiedlichen Erfahrungen. Beteiligte bearbeiten, welche bisherigen Muster erhalten bleiben sollen und welche dem gemeinsamen Zukunftsbild im Weg stehen.

Erstgespräch vereinbaren

Ein gemeinsames neues Unternehmen entwerfen

Bei einer Fusion besteht die Gefahr, zwei Altsysteme nur nebeneinanderzustellen. In der Führung können Entscheidungen für die Fusion fallen, während Loyalitäten und Routinen die alten Einheiten im Alltag schützen. Wir klären deshalb mit der Spitze das Zukunftsbild für das „neue Dritte“: Welche strategische Aufgabe soll die Verbindung erfüllen, welche Fähigkeiten sollen zusammenwirken und was darf bewusst nicht fortgeführt werden? Die Führung muss selbst ein gemeinsames Bild entwickeln, bevor sie es in die Organisation trägt. Auf dieser Basis werden Organisation, Schlüsselrollen und Zusammenarbeit gestaltet.

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Für unterschiedliche Bereiche kann der Abschied von bisherigen Praktiken verschieden verlaufen. Die Architektur berücksichtigt diese Unterschiede, statt einen einheitlichen Integrationsgrad vorauszusetzen. Das Ziel ist eine neue Handlungsfähigkeit, nicht die bloße formale Vereinigung zweier Organigramme.

Formale Integration und gelebte Praxis verbinden

Wir unterscheiden Formalintegration von Realintegration. Neue Strukturen, Zuständigkeiten und Prozesse setzen Impulse; ob Menschen tatsächlich anders zusammenarbeiten, zeigt sich erst in der Organisationswirklichkeit. Wir planen deshalb Beobachtungspunkte und Gespräche mit Schlüsselspielern. Wo bleiben alte Entscheidungswege bestehen, wo entstehen Doppelarbeit oder unklare Loyalitäten, und wo tragen neue Routinen bereits? Mögliche Interventionen sind ein vergemeinschaftetes Zukunftsbild, eine darauf bezogene Planung der Zusammenführung und Kurzinterviews mit einem geeigneten Beobachtungsraster. Diese Elemente werden für den Auftrag ausgewählt und angepasst.

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Führung und betroffene Bereiche erhalten Raum, Konflikte über Prioritäten und Identität zu bearbeiten. Ergebnisse fließen in weitere Design- und Führungsentscheidungen ein. Eine Integration ist erst dann weitergekommen, wenn das neue Dritte in Entscheidungen und Zusammenarbeit erkennbar wird.

Post-Merger Integration als Aufbau eines neuen Dritten gestalten: Bei einer Fusion reicht es nicht, zwei bestehende Systeme nebeneinander zu verwalten. Zuerst braucht es ein gemeinsames, attraktives Zukunftsbild für das neue Dritte. Daraus lassen sich Integrations- und Nichtintegrationsentscheidungen, notwendige Funktionen und Rollen sowie ein Umsetzungsplan ableiten. Die neue Kultur entsteht dabei im beobachtbaren Tun: durch Prozesse, Entscheidungen, Zusammenarbeit und die Klärung dessen, was aus den bisherigen Welten erhalten bleiben soll.

Arbeitsergebnisse: Gemeinsames Zukunftsbild für die neue Organisation; Geklärte Integrations- und Nichtintegrationsentscheidungen; Verständigte Rollen, Funktionen und nächste Umsetzungsschritte.

Integrationsumfang, Beteiligte und zeitliche Abfolge werden aus der konkreten Fusion abgeleitet. Rechtliche und finanzielle Transaktionsberatung sind eigenständige Aufgaben.

Bei Unternehmenszusammenführungen gibt es ein typisches Spannungsfeld: Mitglieder der Führung können dem früheren Unternehmen loyal bleiben und alte Praktiken schützen, obwohl formale Entscheidungen bereits für die neue Einheit getroffen wurden. Die Lösung ist nicht, diese Bindung zu ignorieren. Die Führungsspitze muss ein gemeinsames Bild des neuen Dritten erarbeiten und selbst Verantwortung dafür übernehmen. Erst danach kann aus der Strategie ein organisatorischer Bebauungsplan abgeleitet werden.

Wir unterscheiden Formalintegration und Realintegration. Ein neues Organigramm kann ein Impuls sein, aber die tatsächliche Zusammenarbeit zeigt, ob sich tiefere Routinen ändern. Wir nutzen Gespräche mit Schlüsselspielern und konkrete Entscheidungssituationen, um diesen Unterschied zu beobachten. Wo wird noch nach den alten Grenzen entschieden? Welche gemeinsame Leistung entsteht bereits? Welche Fähigkeit ging verloren, welche neue könnte aus der Verbindung entstehen?

Unterschiedliche Bereiche brauchen möglicherweise verschieden lange, um sich von alten Praktiken zu lösen. Die Architektur der Integration legt deshalb nicht nur ein Zieldatum fest, sondern Räume für gemeinsame Entscheidungen, Lernen und Review. Das neue Dritte wird an seiner Handlungsfähigkeit sichtbar, nicht allein an einer gemeinsamen Marke.

Das gemeinsame Zukunftsbild muss schließlich in verständliche Entscheidungen für Funktionen und Teams übersetzt werden. Sonst bleibt das neue Dritte eine Formulierung der Spitze, während der Alltag nach alten Grenzen weiterläuft. Die Beteiligten brauchen Gelegenheit, die neue Aufgabe an konkreten Kunden- und Arbeitsprozessen zu erproben und Beobachtungen zurückzumelden. Erst dieser Austausch verbindet das formale Ziel mit der gelebten Integration.

Integration ist der Aufbau einer gemeinsamen neuen Organisation. Ein Zukunftsbild dient als Maßstab für Entscheidungen, was vereinheitlicht und was bewusst getrennt bleibt. Führung und beteiligte Bereiche müssen diese Entscheidungen an konkreten Funktionen, Rollen und Arbeitsprozessen treffen. Unterschiedliche historische Praktiken können jeweils einen sinnvollen Kern enthalten; die neue Lösung wird nicht automatisch aus einem der bisherigen Unternehmen übernommen.

Wir halten fest, welche Entscheidungen auf welcher Ebene fallen und wo die Beteiligten ihre Erfahrungen einbringen. Die Arbeit an der neuen Kultur findet in diesen Entscheidungen und in der Zusammenarbeit statt. Das Ergebnis sind geklärte Integrations- und Nichtintegrationsentscheidungen, ein verständlicher Aufbau der gemeinsamen Organisation und nächste Umsetzungsschritte. Rechtliche und finanzielle Transaktionsfragen gehören in die dafür zuständigen Fachdisziplinen.

Der Fusionsprozess selbst lässt sich als Zyklus aus sechs Phasen planen. Er beginnt mit bewusster Wahrnehmung und einer Vision, führt über die persönlichen Interessen der Beteiligten zu Grundsätzen und ihren Konsequenzen und mündet in verbindliche Entscheidungen mit Strukturen für das Handeln. Darauf folgen die Förderung der Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Deutungshorizont und die Rückschau, in der das Neue bewertet und das Erreichte gewürdigt wird. Ein Kommunikationskonzept informiert alle Mitarbeitenden zeitnah, Zwischenbilanzen geben dem Management Rückmeldung zum Stand, und eine Evaluation hält am Ende die wichtigsten Lernerfahrungen fest.

Weil Menschen und Systeme in Organisationen voneinander abhängen, werden beide parallel entwickelt. Performance verstehen wir als Ergebnis ihres Zusammenwirkens. Auf der Systemseite lautet die Frage, welche kulturellen Bedingungen, sogenannte Cultributes, für die Umsetzung der Strategie erfolgsentscheidend sind und welche Veränderungsagilität das System mitbringt. Auf der Seite der Menschen geht es um die Kompetenzen, die Führungskräfte und Mitarbeitende brauchen, und um ihren Entwicklungsbedarf. Kompetenz, Performance und Potenzial werden dabei getrennt beurteilt, denn wer Potenzial mit Leistung verwechselt, zieht falsche Schlüsse für Besetzung und Entwicklung.

Häufige Fragen

Warum genügt ein gemeinsames Organigramm nicht?

Formale Strukturen verändern Loyalitäten und eingespielte Routinen nicht automatisch. In der Führung können Entscheidungen für die Fusion fallen, während Loyalitäten und Routinen die alten Einheiten im Alltag schützen; zwei Altsysteme stehen dann nur nebeneinander. Ziel ist eine neue Handlungsfähigkeit der zusammengeführten Organisation, nicht die formale Vereinigung zweier Organigramme.

Wer entwickelt das Zukunftsbild?

Die verantwortliche Führung, mit relevanten Perspektiven aus den zusammengeführten Einheiten. Sie klärt das Zukunftsbild für das „neue Dritte“: Welche strategische Aufgabe soll die Verbindung erfüllen, welche Fähigkeiten sollen zusammenwirken und was darf bewusst nicht fortgeführt werden? Die Führung muss dieses Bild selbst entwickeln, bevor sie es in die Organisation trägt.

Was sind Formal- und Realintegration?

Formalintegration legt Strukturen, Zuständigkeiten und Prozesse fest; Realintegration zeigt sich erst in tatsächlichen Entscheidungen und Zusammenarbeit. Neue Strukturen setzen Impulse, ob Menschen anders zusammenarbeiten, zeigt die Organisationswirklichkeit. Für unterschiedliche Bereiche kann der Abschied von bisherigen Praktiken verschieden verlaufen; die Architektur setzt keinen einheitlichen Integrationsgrad voraus.

Wie wird Fortschritt beobachtet?

Mit Gesprächen mit Schlüsselspielern, einem passenden Beobachtungsraster und der Prüfung konkreter Arbeits- und Entscheidungssituationen: Wo bleiben alte Entscheidungswege bestehen, wo entstehen Doppelarbeit oder unklare Loyalitäten, wo tragen neue Routinen bereits? Eine Integration ist erst weitergekommen, wenn das neue Dritte in Entscheidungen und Zusammenarbeit erkennbar wird. Rechtliche und finanzielle Transaktionsberatung sind eigenständige Aufgaben.

Ihre Transformation beginnt hier.

Welche Entscheidung steht für Sie an? Gemeinsam klären wir die Ausgangslage, die Beteiligten und den passenden nächsten Schritt.

Eva Scholz

Eva Scholz

Senior Consultant | Leitung Kompetenzteam Organisation | Wirtschaftsmediatorin

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