
Jan-Niclas Bockard
Director | Chief Operating Officer (COO) und Leitung Kompetenzteam Unternehmensstrategie
Strategie in der Transformation
Die Fähigkeit aufbauen, Veränderungen frühzeitig aufzugreifen, strategisch zu bewerten und in der Organisation zu verankern.


Strategische Selbsterneuerung setzt an der Fähigkeit des Unternehmens an, seine eigenen Annahmen und Routinen weiterzuentwickeln. transformis verbindet dafür Beobachtung des Umfelds, gemeinsame Führungsentscheidungen und die organisatorische Umsetzung. Die Arbeit orientiert sich an den konkreten Zukunftsfragen des Unternehmens.
Relevante Umwelten und die Grenzen der bisherigen Wahrnehmung untersuchen.
Neue Möglichkeiten und abweichende Perspektiven zulassen.
Optionen anhand von Aufgabe und Nutzen bewerten.
Bewährte Neuerungen in Routinen und Verantwortung überführen.
Welche Entwicklungen, Kundenerwartungen und internen Erfahrungen werden heute wahrgenommen? Welche Perspektiven fehlen in der Strategiearbeit? Die bestehenden Beobachtungs- und Bewertungsmuster werden überprüft, um relevante neue Impulse aufnehmen zu können.
Die gewonnenen Hinweise werden auf ihre strategische Bedeutung geprüft. Geeignete Kommunikations- und Entscheidungsformen ermöglichen, widersprüchliche Perspektiven zu bearbeiten und Entwicklungsoptionen zu bewerten. Die Führung entscheidet, welche Richtung verfolgt werden soll.
Selbsterneuerung beginnt damit, dass eine Organisation ihre eigene Art des Beobachtens beobachtet.
Die gewählte Richtung wird mit Strukturen, Prozessen, Fähigkeiten und Verantwortung verbunden. Ein Review betrachtet sowohl die Erfahrungen aus der Umsetzung als auch die weiter geltenden Annahmen. Damit wird die eigene Strategiearbeit zu einer wiederkehrenden Entwicklungsaufgabe.
Erstgespräch vereinbarenVorausschauende Selbsterneuerung setzt an einem Grundproblem erfolgreicher Organisationen an: Eingespielte Beobachtungsraster bestätigen häufig den bewährten Status quo. Solange sich das Umfeld nur wenig ändert, kann Anpassung innerhalb dieser Muster genügen. Bei grundlegenden Veränderungen braucht die Organisation jedoch die Fähigkeit, ihre Annahmen selbst zu überprüfen.
Wir schaffen mit der Führung dafür einen wiederkehrenden Reflexionsraum. Welche Signale aus Kunden, Technologie, Politik oder Gesellschaft erhalten Aufmerksamkeit? Welche werden durch bestehende Kategorien übersehen? Die Frage nach dem „blinden Fleck“ ist keine Schuldzuweisung, sondern eine Einladung, die eigene Beobachtungslogik sichtbar zu machen. Dafür eignet sich unter anderem ein Selbsterneuerungs-Audit, das Einschätzungen verschiedener Beteiligter auswertet und Unterschiede gemeinsam bespricht.
Das Konzept unterscheidet drei Mechanismen. Variation erhöht die Zahl wahrnehmbarer Möglichkeiten. Selektion prüft, welche neuen Ideen zu Aufgaben, Kunden und Fähigkeiten passen. Re-Stabilisierung verankert bewährte Neuerungen in Strukturen und Routinen. Alle drei sind nötig: Viele Ideen ohne Auswahl erzeugen Aktionismus; eine gute Auswahl ohne Umsetzung bleibt folgenlos.
Wir prüfen mit den Verantwortlichen, wie die Organisation heute mit schwachen Signalen und zufälligen Impulsen umgeht. Danach werden passende Such-, Entscheidungs- und Lernroutinen entwickelt. Ein Strategiereview kann die gewählte Positionierung regelmäßig mit neuen Beobachtungen vergleichen. Das Ergebnis ist keine einmalige Zukunftsprognose, sondern eine organisierte Fähigkeit, die eigenen Entscheidungen und Veränderungsmuster erneut zum Thema zu machen.
Arbeitsergebnisse: Überprüfte Beobachtungs- und Strategieroutinen; Gemeinsam bewertete Entwicklungsoptionen; Verbindung von Umsetzung, Lernen und strategischem Review.
Der Auftrag kann an bestehenden Strategieroutinen oder an einer konkreten Veränderungsaufgabe ansetzen. Umfang und Begleitung richten sich nach der Ausgangslage.
Wir unterscheiden Anpassung innerhalb etablierter Muster von der Fähigkeit, diese Muster selbst zu verändern. Organisationen wählen aus ihrer Umwelt nur einen Teil der Signale aus; gerade erfolgreiche Routinen können die Aufmerksamkeit auf das lenken, was bisher funktioniert hat. Ein Selbsterneuerungs-Audit macht diese Auswahl und die daraus entstehenden blinden Flecken zum Thema.
Unterschiedliche Schlüsselspieler schätzen ein, welche Entwicklungen sie sehen, welche Hindernisse Veränderungen erschweren und welche Entscheidungen zu lange aufgeschoben werden. Die Ergebnisse werden gemeinsam reflektiert. Danach geht es um Variation, Selektion und Re-Stabilisierung: neue Möglichkeiten wahrnehmen, ihre Bedeutung und Machbarkeit bewerten und ausgewählte Neuerungen dauerhaft in Routinen einbauen. Eine Organisation braucht für jede Phase passende Orte.
Ein Strategiereview kann wiederkehrend prüfen, ob die aktuelle Positionierung noch zu den relevanten Umwelten passt. Es geht nicht darum, ständig alles zu verändern. Es geht um die bewusste Fähigkeit, zwischen Stabilität und grundlegender Erneuerung zu unterscheiden. Der konkrete Nutzen liegt in besseren gemeinsamen Beobachtungen und Entscheidungen; eine bestimmte Marktposition kann daraus nicht garantiert werden.
Ein möglicher erster Schritt ist ein Selbsterneuerungs-Audit. Beteiligte schätzen die bisherige Unternehmensentwicklung, die strategische Positionierung und die Fähigkeit zur Veränderung ein. Die Auswertung sucht nicht nur einen Durchschnitt, sondern Unterschiede zwischen Sichtweisen. Wenn ein Bereich starke Signale aus dem Markt sieht und ein anderer keine Dringlichkeit erkennt, ist genau diese Differenz ein Thema für die Führung.
In gemeinsamen Reviews werden die Beobachtungsraster geprüft und neue Suchfragen vereinbart. Ein weiteres wichtiges Element ist die Re-Stabilisierung: Eine sinnvolle Neuerung muss nach ihrer Erprobung in Verantwortung, Routinen und Fähigkeiten aufgenommen werden. Sonst bleibt sie eine Ausnahme ohne Wirkung auf das Unternehmen.
Variation ohne Selektion überfordert die Organisation; Selektion ohne spätere Verankerung erzeugt nur befristete Ausnahmen. Die drei Mechanismen werden deshalb gemeinsam gestaltet.
Variation, Selektion und Retention sind die Mechanismen strategischer Selbsterneuerung. Variation schafft mehrere Deutungen und Möglichkeiten; Selektion macht eine bewusste Wahl; Retention verankert tragfähige Neuerungen in der Organisation. Jede Phase braucht andere Entscheidungen und Beteiligte. Eine Beobachtung aus dem Markt muss zunächst gehört und geprüft werden. Eine ausgewählte Option benötigt Ressourcen und ein klares Mandat. Was sich bewährt, muss in Routinen, Kompetenzen und Strukturen einfließen.
Wir untersuchen mit der Führung, an welcher Stelle dieser Zusammenhang heute abreißt. Werden Ideen gesammelt, aber nie entschieden? Werden Projekte gestartet, aber nicht übernommen? Aus der Antwort ergibt sich der passende Ansatzpunkt. Ziel ist die dauerhafte Fähigkeit der Organisation, ihre eigene Ausrichtung unter veränderten Bedingungen weiterzuentwickeln. Wiederkehrende Reviews zeigen, ob neue Erkenntnisse tatsächlich in strategische Entscheidungen und später in Routinen übergehen.
Wie organisationale Blindheit entsteht, zeigen bekannte Fälle aus der Wirtschaft. Ein marktführender Mobiltelefonhersteller traute einem Branchenneuling nicht zu, Handys zu bauen, und übersah, dass es diesem gar nicht um das Bauen von Handys ging. Große Elektronikhandelsketten ignorierten den Wandel im Verbraucherverhalten: Früher ließen sich Kunden im Fachhandel beraten und kauften anschließend günstiger bei der Kette, später begutachteten sie das Gerät dort und bestellten es im Onlinehandel. Die traditionell chemiegeprägte deutsche Pharmaindustrie erkannte lange nicht, welche Möglichkeiten in der Biotechforschung steckten.
Dahinter steht derselbe Mechanismus. Organisationen wählen ihre relevanten Umwelten aus, um handlungsfähig zu bleiben, und ihre Routinen filtern Impulse heraus, die vom etablierten Bild abweichen. Beobachtungen bestätigen sich so selbst und verdichten sich zu Grundüberzeugungen, die auch abweichende Erfahrungen kaum erschüttern. Strategiearbeit verbindet deshalb Aktion, Reflexion und Meta-Reflexion: Das Strategiereview prüft die Positionierung, und zusätzlich wird die Routine des Strategiereviews selbst einem Review unterzogen. Auswertungsroutinen gehören auf alle Hierarchieebenen, und bestehende Auswertungsstrukturen werden regelmäßig hinterfragt.
Bewährte Beobachtungs- und Entscheidungsroutinen können neue Anforderungen ausblenden; eingespielte Raster bestätigen häufig den Status quo. Robert A. Sedlák, Gründer und CEO von transformis, beschreibt es im Interview (2019) so: „Eine Organisation sieht, was sie sieht. Sie sieht aber nicht, was sie im Moment nicht sieht.“ Bei grundlegenden Veränderungen muss die Organisation ihre Annahmen selbst überprüfen können.
Einschätzungen zu Umfeld, Entwicklung, Strukturen und Veränderungsfähigkeit werden aus mehreren Perspektiven verglichen und Unterschiede gemeinsam besprochen. Dahinter steht die Frage nach dem blinden Fleck: Welche Signale aus Kunden, Technologie, Politik oder Gesellschaft erhalten Aufmerksamkeit, welche werden durch bestehende Kategorien übersehen? Das ist keine Schuldzuweisung, sondern macht die eigene Beobachtungslogik sichtbar.
Variation öffnet Möglichkeiten und erhöht die Zahl wahrnehmbarer Optionen; Selektion prüft, welche neuen Ideen zu Aufgaben, Kunden und Fähigkeiten passen. Als dritter Mechanismus verankert die Re-Stabilisierung bewährte Neuerungen in Strukturen und Routinen. Alle drei sind nötig: Viele Ideen ohne Auswahl erzeugen Aktionismus, eine gute Auswahl ohne Umsetzung bleibt folgenlos.
Ausgewählte Neuerungen müssen in Verantwortung, Prozesse und Routinen übergehen und später erneut überprüft werden. Ein Strategiereview vergleicht die gewählte Positionierung regelmäßig mit neuen Beobachtungen. Das Ergebnis ist keine einmalige Zukunftsprognose, sondern eine organisierte Fähigkeit, die eigenen Entscheidungen und Veränderungsmuster immer wieder zum Thema zu machen und weiterzuentwickeln.
Welche Entscheidung steht für Sie an? Gemeinsam klären wir die Ausgangslage, die Beteiligten und den passenden nächsten Schritt.

Director | Chief Operating Officer (COO) und Leitung Kompetenzteam Unternehmensstrategie

Sprechen wir über Ihre Situation und das, was Sie in Ihrer Organisation weiterentwickeln möchten.